reviews zum album "hunger der hyänen":

Als ich hörte das Todeskommando Atomsturm ihre zweite Platte draußen haben war mir ohne vorher hinein zuhören klar, das die neuen Lieder nahtlos an das Debüt anknüpfen. Es gibt halt Bands, dat habe ich sofort im Urin. Also einfach erst einmal das Internet bemüht um meine Gier nach neuem Atomstuff zu befriedigen. Auf Vinyl würde ich mir die Songs definitiv auf dem Konzert, kurze Zeit später besorgen (vorausgesetzt die vier Jungs und ein Mädel haben ihre Plattenkiste nicht wieder vergessen – Augenzwinker. Zum Glück hat alles geklappt, ich habe mein zweites Konzert der Band im Alhambra Oldenburg gesehen und mir mein Stück Gold auf blauem Vinyl ergattert. Auf diesem sind insgesamt zwölf Lieder zu finden, welche alle auf deutsch gesungen sind. Dabei erinnert mich der Gesang von Sängerin Lea stellenweise an Inner Conflict. Generell gibt es ein paar parallelen, ohne das es abgekupfert daherkommt. Melodischen deutschsprachigen Punkrock mit sozial/selbstkritischen aber nicht kryptischen Texten. Der Sound ist absolut tanzbar und verleitet mich gleichzeitig die Faust aus der Tasche zu ziehen, während Leas melodischer Gesang stellenweise von ihren Bandkollegen ergänzt wird. Todeskommando Atomsturm haben absolut Wiedererkennungswert und gehören bei mit zu den Top Scheiben im Plattenschrank. Meine Kreuzchen (imaginär!!!) auf dieser Rille würde ich bei „Woran hältst Du Dich fest“, In Dubio…FuckYouy“, „Wasserstandsmeldund“, „MH370“, „Cashback“, „Standstreifen to Hell“…ach wat schreibe ich hier…Kreuzchen mache ich nur wenn ich Unterschreiben muss….die neue Todeskommando Atomsturm Platte ist ein Rundumpaket! Turbotorben (Rohrpost-Fanzine)

Rauer Punk, der gut und gerne 30 Jahre alt sein könnte, wenn da nicht ab und an klassische Rock-und Crossover-Passagen aufblitzen würden. Irgendwo zwischen sehr frühen Distillers und Bambix setzt sich die rabiate und aufgeriebene Stimme Leas immer wieder durch und erinnert uns daran, dass wer den Mund hält, schon halb tot ist. Mal melodisch ruhig, dann aber immer wieder mit dem Fuß auf dem Gaspedal liefern die fünf konsequent ab, was die Quintessenz des Punk mal war und hoffentlich immer noch ist: Wut, Nachdenken, Agitation. So muss es sein! (Trust-Fanzine)

Wer bei diesem Bandnamen und begleitendem Albumtitel etwas Anderes erwartet hatte, als Punkrock, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Nach fast vier Jahren Pause, in denen man allerdings permanent live unterwegs war, nun endlich das zweite Album des Münchener Quintetts um die charismatische Sängerin Lea. Deutschsprachiger Punkrock, der mit den Texten die Studenten und mit der Mucke die Straßenkids erobern wird, wie es dereinst anlässlich des Debüts "Zeit zu pöbeln" formuliert wurde. Das kann man durchaus so stehen lassen, aber ich denke, dass die Straßenkids durchaus auch etwas mit den Lyrics anfangen können: "anstatt etwas zu fühlen, wird es zu Tode reflektiert. Und für was? Früher war da doch mal Hass!" (aus: "Früher war da doch mal Hass"). "Zeit zu pöbeln" hat das 2008 gegründete Punkrock-Ensemble auch heute noch, und dafür wird mal der Zeige- und nicht selten auch der Mittelfinger ausgestreckt - musikalisch wie textlich. Klasse Musik, super Texte, herrlich rotzgesangliche Frontfrau. Was wollen wir mehr? (Der Übersteiger)

Nach gefühlt ewig dauernden 4 Jahren ist endlich das neue Album der sympathischen Münchener erschienen. Um es vorweg zu nehmen, ich kann bei der Band nicht objektiv urteilen.. Für mich sind sie mit Kackschlacht die Speerspitze der deutsch singenden Punkbands. Sie (und natürlich auch andere..) haben es geschafft den deprimierenden Label "Deutschpunk" neue Energie und Aussage ein zu hauchen. Vorbei die düstere Zeit als einfach Nix Los war.. Ein abwechslungsreicher, mal verspielt - mal melodiös - mal krachig - mal Gitarrenwand, und super eingängiger Sound trifft auf die charmant rotzige Stimme von Lea. Da paßt einfach alles und läßt selbst mich -zumindest imaginär- immer wieder den Zeigefinger in die Luft strecken und mitgröhlen (und wer mich kennt weiß wie selten das mal bei mir vor kommt..). Wer vergleiche benötigt, dann so in etwa wie die Labelkollegen "Kaput Krauts". Allerdings mit etwas mehr Abwechslung im Sound. Inhaltlich geht es u.a. um Klimawandel, Deutschrock-Deppen oder auch ein kritischer Blick auf die Gesellschaft oder die eigene Szene. Super abwechslungsreich, clever und immer wieder gespickt mit richtig witzigen Wortspielereien. Und dabei werden sie nie zu kryptisch das man nix mehr verstehen kann - a la "Hamburger Schule". Tolles Album, was ich mir annähernd täglich 1-7mal anhöre. emma (Plastic-Bomb)

Seit Mitte Mai ist endlich die zweite LP der Münchener TODESKOMMANDO ATOMSTURM erhältlich. Und was soll ich sagen, der Release ist toll geworden. Lea kann zwar immer noch nicht richtig "singen" und Twisted Tobi hat in seinem PR-Text etwas doll auf die Sahne gehauen, das ändert aber nichts daran, dass wir es hier mit einem verdammt eigenständigen, starken Album zu tun haben. Insbesondere die melodische Leadgitarre sorgt mit ständigen Nuancen für Eigenständigkeit, dazu die prägnante, rauhe, immer leicht neben der Spur agierende Stimme von Lea machen TA zu einem Unikat im deutschen Punkrock. Mir fällt echt kein passender Vergleich zur leichteren Einordnung ein, stimmlich können am ehesten noch frühere SHE-MALE TROUBLE herhalten. Zu den Songs im Einzelnen: Mit ihren typischen Uptempo-Nummern wie "In dubio ... fuck you" und "Cashback" mit seinem fantastischen Gitarrenlead bleibt die Hitdichte gewohnt hoch. Anders als beim Debüt 2012 gibt es diesmal aber auch die eine oder andere langsame Nummer ("Orchideen & Granit"). Beim ebenfalls ruhigeren "MH370" wird im Refrain übrigens mit einem Flugzeug-Funkspruch gearbeitet, der für mich bei den ersten Hördurchläufen zunächst wie ein Pressfehler klang - etwas gewöhnungsbedürftig. Insgesamt eine klasse Platte mit glockenklarer Produktion und auf Vinyl natürlich noch tollerem Artwork. Christian Krüger, 8 von 10 (Ox-Fanzine)

Wenn eine Band, deren Musik man sowohl live als auch auf Platte abfeiert, ein neues Album rausbringt, ist das bei mir ja immer ein Zwiespalt. Vorfreude mischt sich mit der Befürchtung, das neue Material nicht zu mögen. Verursacht immer ein irgendwie angestrengtes Gefühl beim ersten Hören des neuen Zeugs, unbefangen geht anders. Beim neuen Album von Todeskommando Atomsturm hat diese Phase der Vorfreudenbefürchtung genau so lange gedauert, wie mein präferiertes Abspielgerät gebraucht hat, die Lautsprecher zu befeuern, weil großartige Liveshows und ein verdammt gutes Vorgängeralbum die Latte ziemlich hoch legen. Das geile Artwork der neuen Platte machts auch nicht grad leichter. Jaja, meine Probleme möcht' ich haben. Erster Durchlauf der Platte: Erleichterung und verhaltener Jubel. Zweiter Durchlauf: Mehr Jubel, diesmal weniger verhalten und blödsinniges, zufriedenes Grinsen. TKAS experimentieren ein bisschen mehr rum, der Sound ist aber immer noch roh, die Musik etwas direkter, da hört man wohl die vielen vielen Liveshows, die die Band in der Zwischenzeit gespielt hat. Zum Faktencheck: Das Presseinfoblättle wirft folgende Adjektive in den Raum: eingängig, mehrstimmig, verspielt, prägnant, rotzig-wütend, angepisst, deutschsprachig, schlau, klischeefrei, politisch-persönlich, kraftvoll, gradlinig. Ehrlich jetzt? Klingt irgendwie jetzt wie ein Baukasten für deutschsprachige Punkbands, alles Begriffe, die jede Band aus dem Genre, ggf. leicht variiert, für sich reklamiert. Und dennoch. Finde ich Begriffe, die unzutreffend sind? Tatsächlich gar nicht, bei verspielt würd ich vielleicht diskutieren, aber ansonsten beschreibt das ziemlich gut, was den geneigten Hörer hier erwartet. Eine Überraschung ist das allerdings auch nicht, wenn man die Band mal live gesehen hat oder dem Genuss des Vorgängeralbums frönte. So, demnächst tipp ich nur noch Presseinfos ab. Hörtipp: Früher war da doch mal Hass. (bierschinken.net)

Nicht rumlabern, nicht ständig alles ausdiskutieren und zerreden. Wenn mich etwas stört, dann wird dass offen und offensiv ausgesprochen. Wenn mein Gegenüber eingeschnappt ist und sauer wird und austickt, weiß ich, dass Harmonie im Vorwurfstonfall mündet. Aber ich will nicht alles immer nur gut sein lassen oder schweigen. Mensch sieht ja, wohin das führt, wenn SchulterzuckerInnen und "Das-Boot-ist-voll"-StammtischtäterInnen die Ressentiments und Stimmungen der Neo-Nazis direkt und indirekt mittragen. Immer nett und höflich sein? Gute Miene zum bösen Spiel? Bäh! Ich habe die Schnauze voll, verarscht zu werden und falle nicht mehr auf deine Lügen rein. Nein! Ich will wütend sein dürfen, stehe unter Strom und sehe keinen Grund, einen Zentimeter zurückzuweichen. Ich will keine Phantasiereise, keinen Kuschelkurs. Falsche Versprechungen, hohle Phrasen und Dechiffriercodes in deiner Sprache prallen ab. Was mich berührt ist ein ehrliches Lachen, ein Blick hinter der Fassade und dann in dein wahres ICH zu blicken. "Bin ich ein Opfer meiner Laune, Zeit, Orientierungslosigkeit?" Zwischen Fragmente und Phrasen sind es die Selbstzweifel, die Ängste, die mich hindern, lähmen, einschnüren und entlasten. So bleibt die Wut, der Hass und PUNK als Strategie, als Ideal, als Mittel zum Zweck. Und bevor es noch zu Gewalt kommt, suche ich mir ein paar FreundInnen, und wir bewegen uns weiter auf den "Standstreifen to hell". Keine Metapher, echte Schmerzen. Punk ist direkt, offensiv, laut und ehrlich. "Hunger der Hyänen" erzählt und lautmalt all dieses. Mehr als 7 Jahre und immer noch keine Antwort auf die richtigen Fragen. Im Umgang mit dem Gefühl nährt sich der Verdacht, aber auch die Gewissheit, dass mit Mittelfinger zeigen und lautem Pöbeln, inklusive Widerworte geben, immer noch Respekt verdient wird. (Underdog Fanzine)

Mit Spannung wurde der Nachfolger des „Zeit zu pöbeln“ Albums erwartet, das seinerzeit ziemlich gut einschlug und mit dem sich die Band, getragen von massig Live Konzerten, einen Namen machte. „Hunger der Hyänen“ heißt das auf CD/LP/Tape und Digital erhältliche Ding. Wenn in Rezension geschrieben wird, das irgendwas da anknüpft, wo das Vorherige aufgehört hat, klingt das zwar ausgelutscht, aber is´ halt so – wie z.B. hier. Und warum sollte man den altbewährten Stil auch großartig ändern? Mit modernem Deutschpunk (nein, dass hier würde ich nicht in die Ausweich- oder Schönredesparte deutschsprachiger Punkrock stecken, nur um den Begriff „Deutschpunk“ zu umgehen), hinterlassen TODESKOMMANDO ATOMSTURM eine weitere Visitenkarte. Die Texte pendeln zwischen politisch und persönlich und sind im Gegensatz zu vielen Genrekollegenbands nicht wirklich kryptisch, sondern jederzeit verständlich und dadurch nachvollziehbar. Die rotzige Gesangsstimme der Sängerin kommt ziemlich gut. Auch die Songs wissen mit guten Melodien hängen zu bleiben, weisen jedoch nicht dieselbe Hitdichte auf, wie der Vorgänger, aber das ist lediglich das, was mir mein Ohr vermittelt. Unterm Strich natürlich immer noch gut, aber vom Feeling her bin ich weniger euphorisch als bei der Pöbelzeit. Ach so, KAPUT KRAUTS Fossi singt zwar nur bei einem Song mit, aber auch der Rest klingt im Großen und Ganzen nach den Geschwistern von KAPUT KRAUTS. (Uglypunk Fanzine)

This is quality melodic punk rock from Germany with some rough edges which give it a bit of a street punk vibe. Vocals are in the band’s native tongue—resulting in me being at a loss as to the subject matter—but a bit of time at my computer has enabled me to discover the themes of the songs range from issues of a personal nature to those affecting society in a negative way. Those vocals are gritty and strong, fitting perfectly alongside the guitars which propel the songs along with a similar combination. The band has found at least one new fan with this release. (Razorcake Fanzine)

TODESKOMMANDO ATOMSTROM servieren auf „Hunger der Hyänen“ (Twisted Chords, 36:44) wieder einen abwechslungsreichen Punkrock-Cocktail. Das Aggressionslevel stimmt, aber es gibt genügend kompositorische Feinheiten, Hooks sowie Blicke über den stilistischen Tellerrand. Zusammengehalten wird das Ganze von Frontfrau Lea, die die durchdachten, wenn auch genreübliche Feindbilder (Deutschrock, Nationalstolz, Punkrock-Kommerzialisierung, apathische Altlinke...) bedienenden Texte angenehm übellaunig rüberbringt. (RockHard)

reviews zum album "zeit zu pöbeln":

die nette müchener mofagang kannte ich lediglich vom namen her, bis sie sich im märz bei einem konzert einzeckten, dass ich veranstaltete. einfach so. gut war das, denn bei dieser gelegenheit konnte ich mir ihre platte zulegen. gefällt mir ausgesprochen gut, was das fünfköpfige todeskommando hier abliefert: flotter, melodischer und an manchen stellen fast schon hymnisch anmutender hardcorepunk mit ordentlich pfeffer im arsch. drückt gut nach vorn. in ihren besten momenten werden sie dann aber auch mal nachdenklich und fast schon etwas melancholisch, so beispielsweise bei meinem favoriten und hiermit auch anspieltipp “dynamitfischen”. erwähnenswert sind auch die durchweg guten deutschsprachigen texte. ich finds ja immer nett, wenn bands inhaltlich korrekte sachen sagen, ohne plakativ zu sein und auch ohne den zeigefinger zu heben. und das machen todeskommando atomsturm schon ziemlich gut. da werden oft große politische themen verhandelt, allerdings stets mit persönlichem bezug oder der angemessenen portion ironie oder sarkasmus. sowas mag ich (lediglich bei “powerseller” spüre ich den moralischen zeigefinger schon ein bisschen zucken, aber auch da kriegen sie nochmal einigermaßen die kurve…). by the way: wer koyaaniqatsi covert, der / die hat eh schon mal nen stein bei mir im brett. gutes ding, gute band, ich freu mich auf zukünftige gemeinsame konzerte. (anger battery)

Wieder eine tolle Punkband mit deutschen Texten die uns der Tobi hier präsentiert. Nach Inner Conflict oder den Kaput Krauts bringt uns Twisted Chords jetzt Todeskommando Atomsturm. Und in diese Reihe passen die Jungs und das Mädel aus München auch hervorragend rein. Bissige, politische Texte untermalt von tollem, treibendem Punkrock, der einfach unglaublich viel Spaß macht und ordentlich abgeht. Die Band hat einiges zu sagen und pöbelt dem Titel des Albums entsprechend direkt los. Ob gegen das kapitalistische System, Pseudorevolutionäre, Macker oder die allgegenwärtige Vernetzung und der damit verbundene Stress. Sängerin Lea kotzt sich einfach so herrlich aus, dass man am Ende der Platte nicht anders kann, als nochmal die Playtaste zu drücken und sich die nächste Runde zu geben. Grossartig!! (Punkrock! Fanzine)

Hölle, ist das eine gute Band! Trotz des Namens, bei dem man entweder auf stumpfen Schlappiro-Deutschpunk oder ironischen Intellektuellen-Punkrock schließen könnte, überzeugt die erste Platte der aus München stammenden Todeskommando Atomsturm von vorne bis hinten. Das Ding heißt »Zeit zu pöbeln« und enthält vierzehn Stücke; die sind abwechslungsreich und gut gleichermaßen. Musikalisch klingt das ganze sehr modern; hier kann man keine Spur vom klassischen Deutschpunk ausmachen. Die Band hat ihre Dosis an aktuellen Bands wie Pascow gehört, bringt aber längst eine eigene Note ein. Dazu kommt die ausdrucksstarke Stimme der Sängerin, die alle Stücke trägt. Mal singt sie richtig, dann rotzt sie wieder ihre Wut hinaus – immer wieder wechselnd, immer gut knallend. Wer Stücke wie »Popcorn, Cola, Revolution« singen kann, ist auf der richtigen Seite der Macht ... Sehr schön! (Enpunkt)

Ein geiles Debütalbum aus München. TODESKOMMANDO ATOMSTURM sind eine fünfköpfige Punkband mit einer Sängerin. Wütende kritische Songs, voller Power und trotzdem melodisch. Punkrock mit einer guten Portion Rockgitarre und der schnoddrigen frechen Stimme von Sängerin Lea. „Mein Problem mit dem System schlichtet nicht mal Heiner Geißler… und ich will auch nicht bei Beckmann oder Plasberg drüber reden.“ „Lieber einmal der verdammte Hippie sein, als tausendmal nur Misanthrop. Lieber noch einmal richtig auf die Schnauze fallen, als ein Leben voller Selbstbetrug.“ Wer solche Texte schreibt, kann nicht falsch liegen. Ein Album, das sich aus dem langweiligen Einerlei des Klischee-Punks deutlich abhebt. „Zeit zu Pöbeln“ ist die richtige Scheibe für Leute, die intelligente deutsche Texte und treibende Mucke mögen. Sofort besorgen! Die Band ist auch auf dem Sampler „In München nix los“ zu finden. (Useless-Fanzine)

Hey, das gefällt mir, echt geile Musik, echt geile Band. TA kommen aus München – habe gerade ne Halbe aus der gleichen Stadt in der Hand – und tun genau das, was den Punkrock für mich so liebenswert macht. Sie zelebrieren rotzig-freche Musik mit Texten, die da her kommen, wo sie herkommen müssen. Ich genieße alle 14 Songs, renne vor Freude schreiend über mein Anwesen, was zwar beim Nachbarn ein verständnisloses Kopfschütteln verursacht, mir aber unheimlich gut tut. Weiter so. Ich will mehr! (Trust)

Wenn Tobi von Twisted Chords eine neue Scheibe herausbringt, dann braucht man sich um Inhalt und Anspruch eigentlich keine Sorge zu machen, denn für Hardcore und Punk mit politischen Inhalten hat er einfach einen guten Riecher. So haben sich denn auch TODESKOMMANDO ATOMSTURM aus München dem politischen Punk mit deutschen Texten verschrieben und wissen den geneigten Hörer mit ihrem Debüt "Zeit zu pöbeln" durchaus zu begeistern. Alle 14 Songs kommen durchweg schnell zur Sache und textlich auf den Punkt, sie reden nicht um den heißen Brei herum. Der Sound lebt insbesondere von der großartigen Stimme von Sängerin Lea, die eine gewisse Ähnlichkeit mit Patti Pattex von CUT MY SKIN nicht verleugnen kann und somit der Band einen hohen Wiedererkennungswert verleiht. Wie einst an der Universität kann der Rezensent entweder Punkte vergeben oder aber nach Fehlern suchen, und verdammt, ich kann auch beim x-ten Durchlauf keine Fehler finden. Drums und Bass knallen durch die Bank druckvoll nach vorn, die Gitarren liefern sich packende Duelle und den Gesang habe ich bereits lobend erwähnt. Lediglich das relativ gleich bleibende Tempo sorgt auf der Zielgeraden für eine gewisse Eintönigkeit. (7) Christoph Lampert (Ox-Fanzine)

Formvollendeter moderner Punkrock von jenseits des Weißwurstäquators und dann auch noch aus Vizekusen 2.0 und dazu noch mit deutschen Texten, es gibt Sachen die gibt es gar nicht... Beim Bandnamen hätte ich eher auf wässerig-angepunkten New Wave-Aufguss getippt, als auf das was mir hier rotzfrech aus den Boxen entgegen wütet. Klingen stellenweise wie ne Hardcore-Version von PASCOW auf Speed, musikalisch insgesamt auch eher abwechslungsreich und trotz des durchschittlich eher hohen Grundtempos mit famosem Gespür für eingängige Melodien. Der weibliche Gesang von Lea kommt auch sehr gediegen in seiner formvollendeten Angepisstheit. Textlich meiner Meinung nach gelegentlich etwas verkopft (aber ich bin auch lieber Misanthrop als Hippie), allerdings keineswegs humorfrei ("Mein Problem mit dem System schlichtet nicht mal Heiner Geißler"), geht aber so oder so erstaunlicherweise niemals auf Kosten der Songs dat mit den vielen Worten pro Strophe. Nicht nur für ein Debüt eine äußerst starke Vorstellung. 13 Songs, Vinyl kommt mit Textinlay und Downloadcode. (plastic-bomb)

Ich hab die Demo CD der Münchener Punkrocktruppe noch gut im Hinterkopf, aber da ich über die letzten Jahre kaum was von der Band mitgeschnitten habe, hat mich das Album jetzt schon etwas überrascht, denn es kam quasi aus dem Nichts. Und soviel schon mal vorweg, es ist gekommen um (im Kopf) zu bleiben. Wie sie´s machen weiß ich nicht, denn TODESKOMMANDO ATOMSTURM klingen nicht übermelodiös, deshalb läuft es wohl über die unterschwellige Schiene. Es ist also Zeit zu Pöbeln, doch die fünf Münchener werfen nicht mit der altbekannten Scheiße und nennen diese nicht beim selben Namen. Der Promotext zitiert den Satz "Texte für Studenten, Mucke für die Straßenkids", aber natürlich hören auch Studenten solche Mucke und auch die Straßenkids verstehen die Texte. Das Spielfeld ist also größer, aber das Spielsystem liegt schon abseits des klassischen Deutschpunks und geht in Richtung KARATE DISCO oder KAPUT KRAUTS. Einen sehr prägnanten Akzent setzt die rotzige Stimme von Sängerin Lea, die hin und wieder auch mal im Wechsel mit ihren männlichen Kollegen erklingt. Obwohl TODESKOMMANDO ATOMSTURM nicht erst seit gestern Musik machen, würd´ ich sagen, dass hier steht für die neue Generation (oder die Weiterentwicklung) von Deutschpunk, äh, nein, von Punkrock mit deutschen Texten. Pöbeln auf hohem Niveau kann so schön und interessant sein! 14 Lieder, mitunter von Zynikern für Zyniker, ganz ohne Dosenpfand und Einbahnstraßen, mit Wortspielen und Wortwitz, aber auch mit Wut und Entschlossenheit. "Pfosten-Nachschuss-Aussennetz", mit diesem Titel endet das Debüt der Band, wenn auch nicht ganz passend, denn statt Außennetz ist fast jeder Schuss ein Treffer. (Uglypunk)

Es ist "Zeit zu pöbeln". Oh ja, TODESKOMMANDO ATOMSTURM halten, was sie mit dem Titel ihres Debüts versprechen. Denn hier kriegen wirklich alle ihr Fett ab, die dazu beitragen, dass das moderne Leben einer einzigen Schlacht gleicht. Ob Broker, Nachwuchssnob, Überwachungsstaat oder die Wochenend-Spaßgesellschaft. Die Fronten sind geklärt und außer einem dicken "Fuck You" haben die Münchner nicht viel übrig. Und was ich vor dem ersten Hördurchgang als primitiven Deutschpunk abstempelte, inklusive Phrasengedresche und Parolenschleuder, entpuppt sich als äußerst intelligentes Album. Intelligent und stinksauer also. Geile Mischung! Musikalisch passt man bestens in das Twisted Chords Programm und befindet sich irgendwo zwischen KAPUT KRAUTS und KARATE DISCO. Also meist im Midtempo angesiedelter Punkrock, der mit Melodien und Eingängigkeit nicht gerade knausert. Besonders der Gesang von Frontfrau Lea schlägt eindrucksvoll die Brücke zwischen einem angepissten Rumrotzen und einem harmonischem, beinahe schon chortauglichem Alt (Nein, ihr Banausen, ich rede nicht von Bier!). Die restliche Band bietet mit einem sehr abwechslungsreichen Songwriting das passende Fundament dafür. Hier ein Solo, da ein Break und beinahe bei jedem Stück eine einprägsame Gitarrenmelodie. Gefällt mir. Textlich darf natürlich neben etlichen Wutausbrüchen auch die genretypische Kritik am eigenen Lebensstil nicht fehlen und immer wieder denke ich mir: "Das hab ich doch schon irgendwo gehört". Bin mir sicher, dass PASCOW ein gern gesehener Gast in der heimischen Anlage ist. Ob München seinen festen Platz auf der Punkkarte des guten Geschmacks finden wird, so wie es sich die fünf Bayern zum Ziel genommen haben, bleibt ungewiss. Aber ein gelungenes Debüt und die umtriebige Einstellung, die sich in den drei Nebenprojekten spiegelt, zeugen von einer guten Voraussetzung. Bleibt nur zu hoffen, dass man auf das nächste Album keine vier Jahre warten muss, denn was einem hier um die Ohren geschleudert wird, kann Liebhaber des deutschsprachigen Punkrocks durchaus begeistern. Aber eine Frage bleibt am Ende noch offen: Wette verloren oder Insiderwitz? Anders kann ich mir den dämlichen Bandnamen kaum erklären. (In your Face)

Fans des stumpfen Parolen-Uffta-Uffta-Deutschpunks haben sich zu früh gefreut: Trotz des eher würzigen Bandnamens ist das Münchener Quintett um Sängerin LEA in der Punkrock-Liga unterwegs, wo melodisch-eingängige Hymnen auf durchdachte bis doppelbödige Texte treffen, gerne mal mehr als drei Akkorde oder auch ein interessanter Break erwendet werden. Also ungefähr in der Liga, in der sich auch Bands wie PASCOW oder KAPUT KRAUTS wohlfühlen. Die 14 Songs auf "Zeit Zu Pöbeln" sindv orwärtstreibend, melancholisch bis mitreißend, abwechslungsreich und allesamt ohrwurmtauglich - eigentlich erstaunlich, dass diese seit 2008 bestehende Band, deren Mitglieder auch maßgeblich am diesen Sommer erscheinenden "In- München-nix-los"-Sampler beteiligt waren, erst jetzt ihr Debüt präsentiert. "Zeit Zu Pöbeln" ist ein sehr rundes und frisches Punkrock-Debüt, das darüberhinaus T-Shirt-taugliche Slogans wie "Mein Problem mit dem System schlichtet nicht mal Heiner Geißler" bereithält. Rund 38 Min. Spielzeit. (Coretex)

Das Debutalbum der 5-köpfigen Münchner Punkband. 14 wütende, rotzige und zugleich melodisch-eingängige Punkrocksongs mit klischeefreien, deutschen Texten. Erinnert mich immer wieder an Pascow oder Hi-Tereska - Frauengesang inklussive. Also für Fans von modernerem Punkrock, die Mittelfinger statt Zeigefinger rausholen und bei denen Herz und Hirn vor Klischee kommt. Vinyl kommt mit Inside-Out-Cover und Inlay! (Flight13)

Mittelfinger statt Zeigefinger, so das Credo von Todeskommando Atomsturm. Ihr Info strotzt zumindest schonmal von Selbstbewusstsein, weswegen dort ihr Debütalbum Zeit zu Pöbeln (Twisted Chords) in der Euphorie schonmal als "sensationell" bezeichnet wird und ihre Texte für "genial" gehalten werden. Da ist auch viel Schönes bei, zugegeben. Und wahr ist, dass sie mit voller Hingabe zu Werke gehen und dabei mehr die Herzen und Hirne ihrer Zuhöhrer als Klischees bedienen. (In München)

Unfassbar gutes Debut (Elfenart Records)

14 knallige Punksongs aus München die sich an guten alten Stil orientieren. Leider ist die Sängerin zu weit in den Hintergrund gemischt, so dass ihre Stimme leicht untergeht. So leidet die Verständlichkeit der an sich ganz guten Texte wesentlich darunter. Ab damit in die old style Punksammlung im Plattenregal (Der Übersteiger)

Wie man bereits beim Bandnamen erraten kann, prescht ihr guter alter deutscher Punkrock aus den Boxen, der zugleich meine Gesichtsmuskeln nach oben zieht, als der weibliche rotzige Gesang loswütet. Ein Bonuspunkt auf jeden Fall! Die Münchner Truppe um Frontsau Lea schüttelt auf ihrem Debutalbum in Midtempo und mit ordentlich Wut im Bauch durchschnittlichen Punkrock mit eingängigen Melodien aus dem Ärmel. Laut Bandinfo hören die Jungs und ein Mädel gern Pascow oder Kaput Krauts. Doch egal, hier wird Punkrock gemacht mit allem was dazugehört. Nicht zu simpel, aber auch nichts kompliziertes für die Gehörgänge. Das Album läuft eben einfach durch. Mir fehlt hier die Besonderheit und keins der Songs ist sogleich hängengeblieben, was schade ist. Aber dennoch kann man diese Band getrost weiterempfehlen dank der angepissten Stimme von Lea, die alles rausreißt und übertüncht, was musikalisch etwas flacher scheint. (Moloko Plus)

reviews zum demo:

München ist nicht gerade für gute Bands bekannt, ein paar richtig coole gibt es aber immer mal wieder, leider kennt diese dann meist keiner nördlich des Weißwurstäquators. Richtig fett ist z. B. das Demo von Todeskommando Atomsturm. Holla die Waldfee, sind die Bajuwaren wütend! Verhelft der Band ruhig zu Auftritten weiter nördlich, müsst sie ja nicht unbedingt zu einer Bad-Taste-Party einladen ;) Auftreten werden die Dame und die Herren voraussichtlich auch im Oktober beim DR-Gig mit Rejected Youth, Pestpocken und The Hollowpoints aus Seattle im B-Hof in Würzburg. Alle fünf Songs der Demo könnt ihr auf der TKA Homepage runter saugen, tut das! Wer zu faul ist, kann sie sich auch einfach nur auf ihrer MySpace Seite anhören. (diffidati)

Ich finde es in der letzten Zeit sehr überraschend, wieviele neue Bands ich aus München zu hören bekommen. Da scheint echt wieder einiges abzugehen. Ich fand es sehr angenehm, das die Band auf beiden Homepages keine Fotos von den Bandmitgliedern eingestellt hat, denn ich stelle es mir nicht gerade amüsant vor diese bayrischen Wurzelzwerge ansehen zu müssen. Die sind bestimmt alle total hässlich! Aber Spaß beiseite - die Musik von TK/AS (so deren Abkürzung) funzt so richtig geil! Man bekommt fünf Songs zu hören, die richtig guten Punk Rock bieten. Selbstverständlich sollte man erwähnen, das hier in dieser Band eine Frau (Lea) am Gesang steht, was dem Sound eine bestimmte gute Note gibt. Die Musik kommt richtig schön bodenständig rüber und verfügt über eine gewisse Derbheit, die den Songs eine gute Härte verleiht. Insgesamt erinnert mich die Musik von TK/AS an CUT MY SKIN aus Berlin. Dazu sind die 5 Songs auch noch sehr gut im Studio aufgenommen worden, was dem guten Eindruck sehr zuträglich ist. Die Texte sind sehr sozialkritisch ausgelegt, wie bei "Popcorn, Cola Revolution", "Heul doch Roboter" oder "Nur ein Wort". Ich muß sagen, das mir dieses Demo wirklich sehr gut gefällt. Den Daumen steil nach oben! (plastic-bomb)

Als ich diesen schmucken Silberling endlich von der Gefangenschaft des Briefumschlags befreit hatte, staunte ich wieder einmal regelrecht Bauklötzer, wie viel Liebe zum Detail doch so manche Kapelle in ihre Outputs reinbuttert. So entschlüpft der per Hand gehefteten Hülle nicht nur eine bedruckte CD-Rom, sondern auch ein recht abgedrehter Sticker und ein Textblatt, das sämtliche deutschsprachigen Lyrics der fünf hier zu hörenden Tracks beherbergt. Das alles gibt selbstverständlich dicke DIY-Pluspunkte! Der Bandname hat mich dann kurzzeitig jedoch etwas abgeschreckt, hatte ich doch die Befürchtung, mich mit lahmarschigem Schlaumeier-Punkrock herumärgern zu müssen, der glaubt, etwas ganz besonderes zu sein und zugleich versucht, mir mit Hilfe von pseudo-intellektuellen Texten die Welt zu erklären. Mit meiner Vermutung lag ich jedoch meilenweit daneben, denn Todeskommando Atomsturm fabrizieren großartigen, sehr vitalen Punkrock, ohne textlich mit dem drohenden Zeigefinger zu winken oder stumpfe Klischees auszuschlachten. Da die Band bereits anno 2006 ins Leben gerufen wurde und deren Mitglieder u.a. bei Skulley, einer absolut genialen, leider völlig unbeachteten female-fronted Punk-Band, Erfahrungen sammeln durften, haben wir es hier deutlich hörbar keineswegs mit blutigen Anfängern zu tun. Die Herren und Damen beherrschen ihre Instrumente, ohne übertrieben professionell zu wirken, warten mit tollen, sehr eingängigen Melodien auf und geizen in ihren Songs keineswegs mit Abwechslungsreichtum. Meiner Meinung nach tendiert der Sound der Jungs und Mädels aus München, nicht nur aufgrund der mitreißenden Vocals von Frontfrau Lea, in Richtung Inner Conflict, wirkt oftmals aber noch etwas kraftvoller und geradliniger. Da gibt`s nix zu meckern! ich bin wirklich begeistert! Doch auch inhaltlich lassen Todeskommando Atomstrom nichts anbrennen, sind offen, ehrlich und angepisst, ohne dabei auch nur in irgendeiner Form platt zu wirken. Tja, und mit dem Song "Popcorn, Cola, Revolution", in dem sie egozentrische Plena-Klugscheißer ins Visier nehmen, wird mir direkt aus der Seele gesprochen, obwohl natürlich auch alle anderen Songtexte absolut zu überzeugen wissen, wie gesagt großartig! Ehrliche Texte, klasse Punkrock, toller Frauengesang, saubere Aufnahmequalität. volle Punktzahl! (proud to be punk)

Es gibt ja Demos, nach deren Hören man mitleidig den Kopf senken und den Verantwortlichen damit signalisieren möchte, dass eine längere Wartezeit unbedingt von Nöten gewesen wäre. Schließlich ist eine Demo CD so was wie die erste Visitenkarte einer Band, etwas, was mit einem positiven Eindruck die Neugierde auf mehr steigern soll. TODESKOMMANDO ATOMSTURM fallen nicht in das Raster der Bands, mit denen man Mitleid haben müsste, sondern legen eine erste Visitenkarte ab, die Eindruck macht und Eindruck hinterlässt. Intelligente und angepisste Lyrics werden unterstützt von einem kompromisslosen und immer nach vorne gespielten Sound, der zwar ungehobelt ist, aber den die Sologitarre zwischenzeitlich immer mit etwas Melodie anschleift. Und für den genialen Bandnamen gibt es sowieso die volle Punktzahl. Unbedingt antesten und gespannt sein, was von der Dame und den 4 Herren aus München noch so kommt. Steff (uglypunk)

Auf dieser schick aufgemachten Demo-CD gibt`s fünf mal deutschsprachigen Punk, aber nicht unbedingt "Deutschpunk" im engeren Sinne, um die Ohren. Alle Mitglieder dieser Band waren vorher schon in anderen Bands musikalisch aktiv, von denen mir jedoch nur Step By Step etwas sagen. Besonders positiv aufgefallen sind mir bei diesem Demo die Texte, welche zwar thematisch nicht unbedingt Neuland betreten (es geht beispielsweise um den Deutschlandwahn nicht nur zur WM, Desillusion, Arbeitszwang und Einschränkung etc), jedoch völlig klischeefrei und unpeinlich vorgetragen sind. Anspieltipp ist vor allem der Song "Popcorn, Cola, Revolution", eine Abrechnung mit dem aktuellen Antideutschen-Neonfarben-Elektro-Lifestyle (Anm. Obnoxious: Was ist das denn jetzt schon wieder? Hab ich etwa einen Lifestyle verpasst?). "Die Ideale längst verloren doch du bleibst einer von denen, die nicht wissen was sie wollen aber sich selbst zu wichtig nehmen. Die rosarote Porno-Brille trägst du ja schon, der eigene Lifestyle ne verdammte Religion". Amen. Chris (punkrock-fanzine)

Gerade mal ein Jährchen nach Bandgründung trugen TODESKOMMANDO ATOMSTURM schon die ersten Songs mit einer Demo-CD in die Öffentlichkeit. Natürlich in übersichtlicher Auflage, denn die Band war damals noch unbekannt, was sich im Laufe der Jahre und mit ihrem Debüt-Album „Zeit zu Pöbeln“ ändern sollte. Zwei von den fünf Demo-Songs landeten später in überarbeiteter Form auf „Zeit zu Pöbeln“, einer wurde für einen Sampler neu eingespielt und der Rest blieb exklusiv. Genau genommen blieben aber in ihrer Ur-Form alle fünf Songs irgendwie exklusiv, was sich erst mit der hier vorliegenden Platte ändert: Die Songs der Demo-CD in schicker Aufmachung und mit Downloadcode auf einer 7Inch. Die Stücke sind unverwechselbar TODESKOMMANDO ATOMSTURM, lediglich etwas rauer und ungestümer, aber ansonsten war die Richtung schon damals klar und dieselbe wie heutzutage. Für Freunde von INNER CONFLICT und KAPUT KRAUTS ein Leckerbissen, für Fans von TKAS ohnehin Pflichtstoff. (uglypunk 2016)

Nun ist also auch das erste Demo von TODESKOMMANDO ATOMSTURM auf deren Haus- und Hoflabel Twisted Chords erstmalig auf Vinyl veröffentlicht worden. Fünf Songs haben die Münchener 2009 ein Jahr nach Bandgründung aufgenommen – und waren bereits sehr nah dran am Sound, der sie auf dem 2012er Album „Zeit zu pöbeln“ und dem aktuellen Zweitwerk „Hunger der Hyänen“ auszeichnet: stets melodischer, eigenständiger Punkrock mit der rotzigen Stimme von Lea. 2009 war alles noch etwas ruppiger und weniger detailliert ausgearbeitet, was man insbesondere an der Gitarrenarbeit bemerkt, die später doch wesentlich prägnanter wurde. Remastert und wunderschön aufgemacht. Kaufempfehlung. (ox 2016)

Ob es wirklich nötig war, das Demo dieser zwar sehr symphatischen, aber aus meiner Sicht musikalisch auch furchtbar überbewerteten Münchner Band auf Vinyl zu pressen? Also ich weiß ja nicht. Auf jeden Fall kommt der Deutschpunk von TKAS hier noch etwas rotziger und dreckiger als auf den Alben. Aber ihr kauft euch das doch eh, gell? UNd das ist vermutlich gar nicht so verkehrt. (plastic-bomb 2016)